Leichtbauplatten vs Spanplatte – das ewige Thema

 

Mehr Vertrauen für die Leichtbauplatte

Das ist nicht nur unser Thema weil wir Leichtbauplatten produzieren – es ist die Grundansicht in unserer Arbeit für Effektivität und Nachhaltigkeit in unserem Gewerbe. Das häufigste Vorurteil, welches uns im Gespräch mit Kunden und Partnern in der ersten Kontaktphase begegnet ist die Ansicht dass Leichtbauplatten nicht Kraft- bzw. Formstabil seien. Meist zum Vergleich herangezogen wird die klassische Spanplatte. Schnell erläutert ist der Gewichtsvorteil von Leichtbauplatten im direkten Vergleich. Während wir bei einer herkömmlichen 38er Spanplatte mit einem qm-Gewicht von ca. 28 Kg rechnen müssen liegt dies bei einer Hexalight Decor Leichtbauplatte je nach HDF-Oberfläche zwischen 8 und 10 KG pro qm.

Ist die Leichbauplatte denn jetzt auch so stabil?

Ja! Und sogar noch viel mehr!

Spanplatten haben die Eigenschaft, sich nach kurzer Zeit durchzubiegen. Begründet ist dies im Dauerkriechverhalten der Späne in den einzelnen Lagen der Spanplatte. Jeder einzelne Span innerhalb der Platte wird also auf Zug oder Druck belastet. Wenn nun jeder einzelne Span sich um nur einen Hundertstel Millimeter verschiebt, kann die Oberseite der Platte gestaucht und die Unterseite gestreckt werden. Das führt dazu, dass der Einlegeboden sich durchbiegt.

Eine Leichtbauplatte mit Papierwabenkern besteht aus 2 hochfesten Decklagen welche dieses Stauchen und strecken nicht in dem gleichen Maße zulassen. Des Weiteren wird die Papierwabe durch die Verklebung mit den Deckschichten zum Tragesteg, vergleichbar mit einem Doppel-T-Träger aus dem Stahlbau. Durch das aufrechtstehende und verleimte Papier können sich die beiden Deckschichten nicht untereinander verschieben.

Der Aufbau der Wabenplatte erreicht somit eine höhere Festigkeit in Bezug auf Durchbiegung als die Spanplatte.

Bereits 2012 hat sich VOMO, gemeinsam mit der Holztechniker Fachschule Ahaus, in einer Werkstoffprüfung mit dieser Thematik eingehender auseinandergesetzt. Im Eigenversuch wurden folgende Faktoren untersucht:

  • Dauerbelastung von Einlegeböden
  • Druck- und Durchbiegebelastung von Einlegeböden

Getestet wurden unterschiedlich Prototypen von VOMO Leichtbauplatten (die heutige HEXALIGHT Serie), eine Leichbauplatte der Firma Egger und eine klassische 38er Spanplatte.

Für die Dauerbelastung haben wir über einen Zeitraum von 4 Wochen die Verschiedenen Einleger-Böden mit 25 kg belastet und regelmäßig alle sieben Tage kontrolliert und protokolliert.

 

Die Dauerbelastungsprüfung hat Erstaunliches ergeben.

Alle Leichtbauplatten hatten nach 4 Wochen eine geringere Durchbiegung als die Spanplatte.

Die VOMO Kompakt Melaminspan, der Vorläufer der heutigen HEXALIGHT Decor,  wies in dieser Prüfung die geringste Durchbiegung auf.

 

Leichtbauplatten unter Druck!

Für die Druck- und Durchbiegebelastung wurde eine eigens angefertigte Prüfvorrichtung gebaut und die jeweiligen Platten bis zur Zerstörung auf das Maximale belastet. Hierbei haben wir den Druck und die Durchbiegung protokolliert.

Im Ergebnis der Druckbelastung (kPa) gewinnt die Spanplatte knapp . Aber eben nur knapp!

 

Eine enorme Gewichtseinsparung, Stabilität in der Dauerbelastung und ein nachhaltiger Grundgedanke stehen einem verschwindend geringem Nachteil in der Druckbelastung gegenüber.  Wer ist jetzt Gewinner? Eine Frage des zu realisierenden Projektes sicherlich. Unser Bestreben war es niemals die Spanplatte verdrängen zu wollen. Es gibt allerdings eine Vielzahl von Bereichen in denen man mit der Nutzung von Leichtbauplatten enorme Verbesserungen erzielen kann. Und für diese Lösungen, Verbesserungen und Weiterentwicklung im Bereich der Leichtbauplatten stehen wir von VOMO Leichtbautechnik.

 

Klemens Mormann

Geschäftsführer

 

 

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